Perfekt gealtert, wenn man bedenkt, dass die Produktion nun auch schon 30 Jahre auf den Reißzähnen hat. Im ersten Teil, der die Flucht der beiden ungleichen Brüder Gecko (Quentin Tarantino als nerdiger Quengelpsychopath, George Clooney als wunderhübscher grausamer Bad Boy) mit ihren Geiseln (Harvey Keitel, Juliette Lewis, Ernest Liu sowie eine weitere, die, weil kurz ohne Aufsicht mit Ricky Gecko zurückgelassen, den Motel-Aufenthalt nicht überlebt) über die Grenze nach Mexiko erzählt, trägt das Drehbuch deutlich Tarantinos Handschrift. Viel, sehr viel, sinnfreie Gewalt, dazu witzige Dialoge.
Der zweite Teil spielt in der Bar “The Titty Twister” auf der anderen Seite des Rio Grande und ist im wesentlichen eine Ausstattungs-Maske-Splatter-Blut-Dreck-Vampir-Knall-Bumm-Orgie. Mochte ich schon früher nicht besonders, hat mich auch jetzt wieder nicht vom Sessel gezogen. Sollte ich mir den Film je nochmal ansehen, muss ich mir merken, ihn einfach nach Salma Hayeks Auftritt auf schnellere Geschwindigkeit zu stellen.
Dann kann man den Film auch heute noch gut anschauen.
Anmerkung: Es ist sehr schade, dass George Clooney in seiner weiteren Karriere eher Rollen als augenzwinkernder Gentleman-Gauner angenommen hat (Oceans 11ff) – zwielichtigere und gewalttätige Typen mit dem hübschen Gesicht und Körper hätten interessant werden können.