Weather Forecast

Am Wochenende soll es “3 digit temperatures” geben, also heiß-heiß-heiß werden. Im Radio haben sie schon wieder das Wässern von Kindern und Alten empfohlen und vor potentiellen Stromausfällen wegen wildbetriebener Klimaanlagen gewarnt.

Ich werde genießen!

Fahr’n, Fahr’n, Fahr’n…

Ich verbringe seit unserem Umzug täglich ca. eine Stunde alleine im Auto auf der Autobahn und wenn mir das Radio und die teilweise strunzdumme Werbung auf den Keks gehen, lasse ich mir vorlesen. Mein Bestand an Hörbüchern ist bedauerlicherweise durchaus begrenzt. Wenn nun also jemand besonders schöne hat und sich wohler fühlen würde, wenn in den USA davon externe Sicherheitskopien aufbewahrt würden, so schmeiße er/sie den Brenner an.  Nächsten Freitag (25.09.) fliegt mein Kollege Rainer nach San Francisco, ich bin sicher, er würde in seinem Koffer noch ein Plätzchen finden… oder, Rainer?

Nachbars Katzen

haben meinen Garten offensichtlich nicht nur als Großraumfreilandtoilette genutzt, sondern auch als Liebesnest. Die Früchte dieser Leidenschaft sind jetzt flügge geworden (wie immer das nun bei der Gattung der Felidae heißt) und einer dieser Zwerge will mich anscheinend adoptieren. Sie sitzt abends immer brav in der Einfahrt, wartet, bis ich eingeparkt habe und folgt mir dann zur Haustür, wahrscheinlich in der Erwartung, dass ich jetzt gleich Abendessen serviere. Meines ja, ihres bestimmt nicht! Also wegscheuchen, und mir dann anhören, wie sie vor der verschlossenen Tür rumjammert.

Heute habe ich die Mülltonnen auf die Straße gerollt. Dabei ist das kleine Biest  wohl an mir vorbei in die Garage geflitzt und als ich in die Küche kam, saß sie bereits mit großen Augen  zuversichtlich vor dem Kühlschrank. Als ich sie vertreiben wollte, hat sie das als Aufforderung zu einer Runde “Haschmich” mißverstanden und erst nach einer ordentlichen Jagd durch sämtliche Räume (teilweise mehrfach) das Haus wieder verlassen.

Auch eine Fitnessvariante. Aber einmal langt.

A Midsummernight’s Dream

Schon wieder Shakespeare? Aber ja! Dieses Mal Sommernachtstraum – und es war wirklich einer. Die Kulisse des Bruns Amphitheater bilden schroffe, mit gelbem Gras und versprengten Bäumen bedeckte Berge, die langsam in der Dämmerung versinken (um acht is Nacht), und dann steht über dem ganzen ein klarer kalifornischer Sternenhimmel (und im Stück spielt ein scheinwerferbestrahlter Vollmond mit) – schon das war einfach wunderschön. Und dann verstand die granidose Regie auch noch was von gut eingesetzter Musik, hachja.

Sie haben es wieder sehr gut hinbekommen, das Stück zu entstauben (das ganze Feen- und Elfengewurle einfach (und ohne Schaden) weggelassen und dieses endlose im Wald nach dem/der/das Geliebten zu suchen extrem gestrafft), will heißen, mit Pause und Schlussapplaus (Publikum klatscht, Schauspieler verbeugen sich einmal und dann gehen alle) ganz genau zweieinhalb Stunden. Auch dieses Mal ein schlichtes multifunktionales Bühnenbild (dominiert von 3 Leitern mit schiefen Sprossen) als Rahmen, der die sehr phantasievollen Kostüme erst so richtig wirken ließ.

Aber eigentlich will ich mich gar nicht so sehr mit dem Beiwerk (entrüsteter Aufschrei aller Bühnen- und Kostümbildner! Ja, ihr habt ja recht. Tschuldigung.) aufhalten, sondern viel lieber die großartige Besetzung und die wunderbaren Schauspieler preisen. Puck war ein Typ wie Bernhard Hoecker, klein, flink, beweglich, akrobatisch – und so angelegt, dass seine Spielchen nicht bösartig wirkten, sondern eher kindlich. Wie wenn der neugierige Knabe die Uhr von Papa auseinanderschraubt, einfach nur um zu sehen, warum sie tickt. Oberon und Titania, als weltliches Fürstenpaar  in 30er Jahre Gangsteroutfits wirkten wie verkleidet – aber dann, als Elfenherrscher: das habe ich noch nie so gut gesehen. Er eine gedrungene Naturgewalt, sie eine nubische Göttin – und beide mit Stimmen, weittragend und wohlmoduliert (in dem link – bis unten scrollen – http://www.calshakes.org/v4/ourplays/midsummer.html sind Bilder von ihnen). Das von Liebesweh verwirrte Jungathenergschwerl war samt und sonders gut, doch so richtig Spass hatte ich an der Darstellerin der Hermia – ein Gör mit Tempo und Witz und einem Riesenmund in einem verhältnismäßig kleinen Gesicht – was für eine Mimik! Die Handwerkertruppe wurde von einer Frau angeführt, Petee Squentz, eine Gschaftelhuberin alter Schule (das, Gabi, war deren Christine Ackermann) – und Bottom… ach, das war so eine Kanone. Keine Angst vor Häßlich- oder Lächerlichkeit, im Gegenteil. Eine richtige Rampensau! Herrlich!

Der Sommernachtstraum ist ein hocherotisches Stück. Das haben sie auch so gezeigt. Dafür sollte man dankbar sein, wäre es Kino gewesen, hätten die Amis in ihrer Prüderie wahrscheinlich ein “X”- Rating vergeben (“X: People under 17 will not be admitted”).

Fazit: die können das. Sie lieben ihren Shakespeare und tun alles dafür, ihn unters Volk zu bringen, also dahin, wo er hingehört. Nächsten Sommer stehen „Macbeth“ und „Much Ado about Nothing“ auf dem Spielplan. Wär’s nur schon soweit.

United breaks guitars

Die treueren unter meinen Lesern erinnern sich vielleicht noch des Beitrags zu United und den Sons of Maxwell, einer Band, der aufgrund des unsachgemäßen Umgangs der Airline mit Frachtgut Schaden an einer Gitarre zugefügt wurde. Uniteds Customer Service hat das mit dem “Ich Customer – Du Service” nicht richtig ernst genommen und irgendwann griff der Lead-Sänger zur Selbsthilfe, schrieb (na was wohl?) ein Lied und veröffentlichte es auf Youtube.

Dieses: http://www.youtube.com/watch?v=5YGc4zOqozo

Nicht ohne eine Fortsetzung zu versprechen, die jetzt auch raus ist: http://www.youtube.com/watch?v=h-UoERHaSQg

Ich bin gespannt, was United dazu einfällt.

Kurztrip nach Los Angeles – Montag – Hollywood (Ende)

Labour Day WE in LA 220

Wieder ein wunderbar heißer Tag in Südkalifornien, da könnte ich echt leben…

Ein netter Ranger hat uns den Weg zum Observatorium gewiesen und wir haben erst mal den Pflichtteil erledigt: Hollywood Sign, mit und ohne einen von uns davor (diese Bilder fallen unter non-disclosure) ganz oft abzulichten und uns gar nicht wieder einzukriegen, wie schief das Ding ist.

Dann in die Stadt, zum Walk of Fame, Kodak Theatre, Grauman’s Chinese Theatre, Sunset Boulevard – die schönsten Bilder im nachfolgenden Link – irgendwie haben wir nur noch Sterne gesehen… Labour Day WE in LA 303Mein persönliches Liebingsbild ist das hier.

Oder doch das nächste? Entscheidet einfach für euch selbst.

Labour Day WE in LA 305

Schließlich sind wir noch die Hollywood Hills hinauf, durch Beverly Hills und Bel Air (Tonis Herzenswunsch, endlich Hugh Heffners Villa zu sehen, ging auch fast in Erfüllung (Zaun zu hoch), allerdings sind nirgends leicht bekleidete Blondinen entflohen, die er hätte retten können – Hollywood ist auch nicht mehr, was es mal war…) Mulholland Driveund – endlich (das war mein Wunsch) – den Mulholland Drive – David Lynch vor Augen und REM im Ohr – langgefahren.

Und dann mußten wir uns sputen, um unseren Flieger noch zu erwischen. Schee wars. Das nächste lange Wochenende ist an Thanksgiving. Vorschläge?

War noch was? Ach ja, der link: http://picasaweb.google.de/mucbiene/Hollywood?feat=directlink

Der Kumpel

vom Schwager des Bruders meiner Nachbarin Carmen ist bei Sears für die Lieferung neuer und die Entsorgung gebrauchter Waschmaschinen zuständig. Gute gebrauchte unterzieht er einer Generalüberholung und verkauft sie günstig weiter.

Nächste Woche trifft Carmen ihn beim Barbecue. Mal schauen, wie lange es dann noch dauert, bis meine Maschine entweder heil oder ausgetauscht ist. Carmen hat so was Überzeugendes…

“Pay my bill”

Weil es ca. 45 Tage (!!) dauert, bis die Herren und Damen Comcast einen Lastschrifteinzug einrichten können, soll man die ersten Rechnungen doch bitte direkt bezahlen. Tut man das online, bekommt man die folgende Meldung: “You are attempting to pay more than the current balance owed. If this is correct, select the OK button. If this is incorrect, select CANCEL and re-enter the payment. Note: If you are a new Comcast customer, you may be receiving this message because we do not currently have accurate information on your amount due. Please refer to your paper bill to confirm the correct amount and hit OK to continue.”

Da steht wahrhaftig, dass sie keine Ahnung haben, wieviel Geld man ihnen gerade schuldet – aber erst mal die Schuld dem Kunden zuweisen, der angeblich versucht, zu viel Geld zu schicken. Die paper bill, auf der man nachsehen kann, steht zum download bereit. 2 Wochen nach Fälligkeitsdatum. Manchmal habe ich meine Zweifel, ob das hier Silicon oder doch besser Hintersibirsk Valley heißen sollte…