St. Florian gewidmet

Nach zwei Überfahrten über den Atlantik und fast einem halben Jahrhundert ständigen Gebrauchs, zeigen die buntgestreiften Handtücher, die mir meine Mutter selig als Sonderangebotsdreierpack und mit den Worten “die passen zu allem und man sieht nicht jeden Dreck” als Aussteuer beim Auszug mitgegeben hat, langsam ein paar Anzeichen von Verschleiß. Pastellblaß die Streifen und der ehemalige Frotteeflausch hat mehr so Brettcharme angenommen.

Also gut, kauf ich halt neue.

Ich dachte immer, das Handtuch an sich sei selbsterklärend: Mensch naß, rubbelt mit Handtuch Wasser vom Körper. Anschließende Handtuch naß, Mensch trocken. Es mag sein, dass neuzeitliche Frotteeware immer noch zu diesem Zweck eingesetzt werden darf. Davor haben die Regulatoren jedoch Warnhinweise gesetzt, die darin gipfeln, dass es sich bei dem hier gekauften Gegenstand um einen feuergefährlichen Stoff handle und der Etikettendrucker stark davon abrate, es in Brand zu setzen. In (gezählt) 16 Sprachen. Auf 8 Etiketten, weil beidseitig bedruckt.

Haben die eigentlich einen Hau?

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