Nach einem doch recht anstrengenden Bautag und mehreren Besuchen bei Obi*… Wie? Nein, ich habe nicht gehämmert, gebohrt und geschraubt, aber ich habe entschieden – und das, sagt Zoran, sei genauso wichtig wie die Umsetzung. Also, nach einem total anstrengenden Tag als Bauaufsicht wollte ich abends mediatheken. Bißchen Heute-Show, bißchen Tatort, einfach berieseln lassen. Vielleicht noch etwas Online-Shopping.
Ja, nein, die Seite sei momentan wegen mangelnder Internetverbindung nicht erreichbar. Und diese auch nicht. Und die andere sowieso nicht. Pah, als alte IT-Häsin kenn’ ich mich aus: Router neu starten und dann… Nichts. Immer noch kein Internet. Es blinken auch nicht die richtigen Lamperlen am Modem. Hmmm. Durch den jahrelangen Umgang mit den Serviceverweigerern von San Bruno Cable gut trainiert, übe ich mich ein Eigendiagnostik und entwickle ich Plan B: hardwired. Nämlich vielleicht ist das W-Lan kaputt, also Ethernetkabel einstecken. Immer noch nix. Liegts an mir? An der Hardware? Am Provider? Da google ich doch flott mal, obs irgendeine Provider-Statusmeldung gibt. Ach so, ja, hab ja kein Internet. Aber ein Smartphone. Der Provider ist mit sich und der Welt zufrieden, er habe keine Probleme und die Hotline sei von Montag bis Freitag von 09:00 bis 17:00 Uhr zu erreichen. Für Notfälle habe man auch rund um die Uhr eine gebührenpflichtige Nummer. Halt a mal! Ihr baut Mist und ich soll dafür zahlen – da geht die Schwäbin in mir auf Autopilot. Nix da! Plan C: Buch und Büchsenfernsehen. Ihr kriegt von mir jetzt eine Nacht Zeit zum Reparieren und wenn meine heinzelgeputzte** Wohnung am Sonntagmorgen immer noch eine internetfreie Zone ist, dann überlege ich mir Plan D.
Ist sie nicht. Da habt ihr aber noch einmal Glück gehabt.
* Ich bin gerade in der Entscheidungsfindung, was für mich schlimmer ist: Schuhe kaufen oder Heimwerkerbedarf? Und wie es kommt, dass ich Blasen an den Händen habe.
** Da hab ich noch an die Heinzels geglaubt. Jetzt ist mir klar, dass Handblasen vom vielen Wischen kommen.