Neu im Kino: Ender’s Game

Auf diesen Film habe ich mich schon das ganze Jahr vorgefreut. Sehr vorgefreut. Und nun? Das langt gerade mal für ein “ausreichend”, von mir aus sogar eine 4+. Der Schöler hat sich im Rahmen seiner Fähigkeiten durchaus bemüht, aber…

Was war gut? Die Besetzung. Asa Butterfield ist ein glaubhafter Ender und nebenher ein guter Schauspieler. Harrison Ford gibt alles in seiner Rolle Offizier und Machiavellist und rettet die Erde – das kann er, Zwischentöne wurden weder erwartet noch gespielt. In der besten Nebenrolle sehen wir Moises Arias als Bonzo Madrid, einen kleinen MuchoMacho-Latino-Gangsta.

Was noch? Die Visual Effects. Der Battle-Room ist großartiger als alles, was ich mir beim Lesen vorstellen konnte, da hätte gerne ich noch viel mehr Kampfszenen gesehen und manchmal, aber nur manchmal sprechen Bilder eine bessere und deutlichere Sprache als ein paar Seiten Geschriebenes. (Pars pro toto die Szene im Speisesaal, die ich der Farbeffekte wegen die Ikea-Szene zu nennen beliebe.)

Ansonsten wars doch eher unbefriedigend. Toni hat das sehr treffend beschrieben, es kam einem tatsächlich so vor, als sei man kurz eingenickt und habe eine Anschlußszene verpaßt. Manch eine komplexe Nebenhandlung des Buches wurde angerissen und dann nicht fortgeführt, Protagonisten solchermaßen reduziert, daß man sie besser ganz weggelassen hätte. Regisseur Gavin Hood hätte vielleicht mal mit Peter Jackson darüber sprechen sollen, wie man ein dünnes Bändchen wie den Kleinen Hobbit auf drei Teile bläht und seinem Ender etwas mehr Zeit als 114 Minuten geben dürfen.

Nein, ich bin nicht zufrieden.

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