Aus der Rentnerei: Freizeitgestaltung

Ein Mittwochennachmittag an einem kalten Tag Anfang Februar. Wir betreten einen Raum, schon gut gefüllt mit Frauen mit hellem Haar, die alle hierhergekommen sind, um Spaß zu haben.

Und den haben sie (und wir). Weil wir alle fast zweieinhalb Stunden an den Leiden (und Freuden) des jungen Joachim Meyerhoff (Bruno Alexander, ganz arg süß und glaubhaft) Anteil nehmen, der sich nach dem Unfalltod seines Bruders entschließt, auf der Münchner Falckenberg-Schule die Schauspielerei zu erlernen. Und weil München schon damals keinen Raum für Menschen in eher prekären Umständen hatte, zu Oma und Opa (Senta Berger und Michael Wittenborn, hach!) in deren Nymphenburger Villa zieht und umstandslos in deren Rituale absorbiert wird. Schließlich reicht es meist, noch ein weiteres Glas mit guten Getränken zu füllen.

Der Film ist liebenswert und unterhaltsam, hält eine gute Balance zwischen lustig und traurig und er entläßt einen, wie die Freundin, die mich freundlicherweise mitgenommen hat, so sehr zu recht sagt, mit einem Lächeln auf dem Gesicht.

Die eigentliche Überschrift zu diesem blogpost lautet natürlich:
Ganz neu im Kino: “Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke”

Aber hätte ja sein können, dass sich der eine oder die andere aus der geneigten Leserschaft für mich auch noch was anderes hätte ausmalen können… Nächstes Mal dann.