Sir! Yessir! Sir!

Wer immer noch annimmt, bei Obrigkeitshörigkeit handele es sich um eine typisch deutsche Eigenschaft, der wird auf amerikanischen Highways eines Besseren belehrt. Auf U.S.-Autobahnen sind sie nämlich alle unterwegs: die, die angesichts der Highway Patrol auf 60 mph (statt der erlaubten 65) runterbremsen und dann bräsig hinter ihrem Lenkrad sitzen, wie ein Kind, das sich für’s Verpetzen ein “Gut-Gemacht-Sternchen” erhofft. Noch lieber sind mir die Verkehrserzieher, die auf der ganz linken Spur (von vier oder fünf möglichen) mit 62.3/4 dahinkriechen und einen dazu zwingen, sie rechts zu überholen. Das ist erlaubt, aber unnötig und im Zweifelsfall sogar gefährlich. Was allerdings die Rechthaber nicht schert. Es sei denn, der Rechtsüberholer wäre (wie üblich mit mindestens 80 Sachen) die Highway Patrol. Dann fahren sie für den Rest des Tages vor lauter Schiß und Bravseinwollen ab sofort nur noch im 50-Meilen Bereich.

Diese Liebdiener- und Katzbuckelei vor der Uniform sitzt tief in der amerikanischen Seele, meist noch gekoppelt mit einer (stark geförderten) Neigung zum Denunziantentum. Wollt ihr euch nicht mal wieder an eurem eigenen Anspruch messen, das “Land of the Free and Home of the Brave” zu sein?

Wir können auch einfach den Text anpassen: “Land of the Wimps and Home of the Shamus.” Your choice.

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