Hunsrück, selbstbewußt

“Gelobtes Land”. https://www.gelobtesland.de/

Drunter tun sie’s nicht, die Marketing-Beauftragten des Hunsrück. Und man muss, so überrascht wie neidlos anerkennen: es funktioniert. Die Region hat viele Rückkehrer, die ihre Brutpflege lieber in der alten Heimat betreiben wollen als in der Fremde (alles über 50 km weit weg).

Der neueste Gimmick ist diese Postkartenkampagne:

Ich will mal hoffen, dass sie das ironisch meinen, bin aber nicht mehr ganz sicher. Denn inzwischen habe ich drei solcher Kärtchen geschenkt bekommen. Von den Schenkenden jeweils mit einer Art bedeckten Stolzes.

Sollte mir das zu denken geben? Und wenn ja, was?

Abfent. Es reicht dann.

Durch Schneetreiben und Schnee zum Supermarkt gestapft. Zum umpfzigsten Mal in meinem Leben vernommen, was auf Mariah Careys Wunschzettel steht (“you”) und wohin Chris Rea unterwegs ist (“home”). Den Restbestand Elisenlebkuchen (2 lumpige Packerl) aufgekauft sowie Wochenend- und Folgewocheeinkäufe im Rekordtempo erledigt. Durch Schneetreiben und Schnee wieder zurück nach Hause gestapft. Bedient gewesen.

Daheim das erste Türchen meines Adventskalenders geöffnet. Wie alle Jahre wieder: danke, oh gutes Kind für diese gute Gabe.

Ich wäre dann damit mit der Vorweihnachtszeit durch und hätte gerne sehr dringend Frühling.

Kann mich bis dato nicht entscheiden, welches der beiden Memes vom guten Kind ich lieber mag. Deswegen beide gepostet.

RIP

Wenn man dem toten Mann schon einen Beinamen geben muss, Spiegel-Redaktion, dann wäre “Kekskönig” doch viel alliterativer und viel knuspriger gewesen. Mensch.

Mogelpackung

Die erste Packung Elisenlebkuchen dieses Winters. Wohlverdient, weil: Winter. Schnee, Eis, kalte Füße, Scheiben frei kratzen, das ganze Paket.

Der erste wollüstige Biß und meine Ober- und Unterzähne stoßen krachend aufeinander. Autsch! Was ist das? Ich habe noch jeden Winter viele Lebkuchen verzehrt. Ich weiß, wie man das macht.

Ich schon. Ahaber die Lebküchnerei Wicklein aus Nürnberg hat mich ausgetrickst. Der Preis pro Packung ist zwar um einen Euro gestiegen, aber jeder einzelne Lebkuchen 10 Gramm flacher geworden. Kein Wunder, dass die Bißstärke nimmer stimmt. Frechheit!

Nichts für Feiglinge

Da schiebt der steinalte Mann seine steinalte Frau in ihrem steinalten Rollstuhl durch die Supermarkttür, parkt sie so, dass sie direkt in dem Dauerwarmgebläse direkt hinter der Tür zu stehen kommt und spricht, Abschied nehmend: “So, Spatzl, da wärmst du dich jetzt einmal richtig auf und wenn wer was sagt, dann sagst ihm, dass dein Mann da drin zum Einkaufen ist und du hier auf ihn wartest. Des derf ma fei.”

Manchmal…

…ist das Internet ein echtes Schatzkästlein und es findet sich sowas wie dieser Kanal, wo Menschen mit wunderbar geschulten Stimmen Briefe vorlesen. Ganz egal, wie weit KI noch kommt, ganz egal, wie sehr sie in unser Leben eingreift – so lange ihr der Schöpferfunke fehlt, ist mir nicht bang.

https://www.youtube.com/@LettersLive

Fehlzündungen

Ich bin ja auch nicht davor gefeit.

Neulich erst, als ich telefonisch mein Home-Office damit erklärte, dass ich mich mit meiner halbscharigen Corona-Infektion schließlich den anderen im Büro gegenüber nicht als “unverantwortungslos” erweisen wolle.

Aber über Dubbya (43. Präsident der USA) herziehen, der seinerzeit verlangte “do not misunderestimate me”.

L’incohérence c’est moi.

Die bunte Welt der Reklame

Über Mey & Edlich und ihren eigenartigen Zugang zur Kundengewinnung wird irgendwann noch mehr zu sprechen sein.

Vorerst gratuliere ich herzlich, dass Jesus als Model gewonnen werden konnte. Sieht es nicht aus, als ob er sich auch fragt, ob er nicht besser für Lendentücher als für Gottes alte Polohemden posiert hätte?