denn wir bekamen so gar keine Bewerbungen auf eine Anzeige, die wir bei KITlist (KIT steht für Keep In Touch) geschaltet hatten. Also dort anrufen, bei Kelly Conelly* vom Customer Service. Hmmm, ganz komisch, das Stellenangebot sei gar nicht aufzufinden. Ob das wohl bei dem Systemausfall neulich gelöscht wurde? Sowas passiere schon mal, dafür bekäme ich die neue “for free”. Amerikaner hätte das wahrscheinlich schon getröstet (“for free” ist immer gut), ich habe mich jedoch sperrig (und unamerikanisch) gezeigt, weil ich nachfragte, ob und wann man mir mitteilen hätte wollen, dass wir zwar bezahlt, aber nichts dafür bekommen haben. Kelly Conelly war sicher, dass sie das bestimmt noch vorgehabt hätte, aber “the days are just packed”, denn heute Abend finde DIE große Party statt. (Transkribiert ins Deutsche:) “Ich schicke dir gleich eine EINLADONG! Wir MÖSSEN uns kennenlernen! Du MOSST kommen! Das wird SOOOO ein SPASS!” Wenn sie mir, wie inzwischen zugesagt, das Geld zurückerstattet, verspreche ich alles (ohne die geringste Absicht dahin zu gehen). Zur Unterstützung meiner Glaubwürdigkeit frage ich also: wie finde ich dich, Kelly? “That’s, like SOOO EEEAAASYY! I am BLOND! And I am CUUUTE.”
Eigentlich hätte ich mir als Amateur-Ethnologe so ein Vollblut-CA-Chick doch mal aus der Nähe ansehen sollen.
* Toni ist sofort “Elli Spirelli” eingefallen, die war in seiner Schulzeit zuständig für die Belieferung der Schulkantinen. Wahrscheinlich weder blond noch cute.