Da haben wir den Salat

Ich will japanischen Suchtkohl machen, einen ausgesprochen wohlschmeckenden Salat. Ich hab auch alles da: frischen Spitzkohl, Sesamöl und -saaten, Reisessig und andere wichtige Zutaten. Alles. Alles? Alles außer Dashi. (Dashi ist eine japanische Gewürzmischung mit allerlei dies und das sowie gerösteten Bonitoflocken und schätzungsweise einer guten Handvoll Geschmacksverstärkern.) Ohne Dashi kein Suchtkohl. Oh Mann.

Zum Glück ist unten in der Passage ein gut sortierter Asialaden. Die haben auch immer alles da. Außer heute. Da ist Dashi aus. Und jetzt? Muss ich trotzdem nicht verzagen, denn der junge Mann hinterm Verkaufstresen weiß sich zu helfen. Sie betreiben dorten auch eine Garküche und die käme gar nicht ohne Dashi aus. Flugs den großen Restaurantgewürzbehälter aus dem Unterschrank gegraben, 50 Gramm abgewogen und schon habe ich Pulver für die nächsten zehn Salate.

Kostenpunkt: 1 Euro. Weil, sagt der Pragmatiker unter den Asienladenverkäufern, “soll ja für uns beide ein gutes Geschäft sein”. Recht hatter.

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