Nicht als deutscher Kanzler. Nicht als sein deutsches Volk und schon gar nicht in der deutschen Bahn. Erstens sind die Züge wieder vorpandemisch proppenvoll (wobei ich bis heute nicht verstehe, dass es selbst in einem Autofahrerland wie den USA möglich ist, einfach nur so viele Fahrkarten zu verkaufen, wie Sitzplätze vorhanden sind und warum das hierzulande nicht geht) und zweitens hat man als Passagier immer, immer, immer die DB Reisebegleitung an seiner Seite.
Sinn und Zweck dieser Einrichtung scheint zu sein, das Blaue vom Himmel herunterzulügen. In Mannheim (meinem gestrigen Zustiegsbahnhof) blieb sie zwar noch still und stumm und die Bahnhofsdurchsage, dass der Zug sich verspäten werde, erfolgte gute 20 Minuten nach der geplanten Abfahrt und wurde dann in Zehn-Minuten-Inkrementen gesteigert, bis der nachfolgende Zug eingetroffen und die Zugbindung aufgehoben war. Danach schickten mir die freundlichen Menschen von reisebegleitung@deutschebahn.com aber immer ca. zehn Minuten nach dem verspäteten Verlassen eines Bahnhofes eine sehr nach unten korrigierte Verspätungsanzeige mit Schuldzuweisung. In jedem Bahnhof waren es übrigens die Anderen. Die, die behördliche Maßnahmen vornehmen.
Was bin ich froh, dass sich die Ordnungsmacht gerade auf Bahnhöfen so für mich engagiert.