Gelesen: Margaret Atwood / Johnnie Christmas – “Angel Catbird”

Ein böser weißer alter sex- und machtbesessener Rattenhalbmensch giert mit dreckigen Methoden nach der Weltherrschaft. So weit, so nicht neu. Auf der Gutgegenseite Katzenhalbmenschen, Vogelhalbmenschen und der durch einen Unfall mit dem Geheimformelserum zum Halbmensch-Halbkatze-Halbvogel mutierten engelgleichen Wesen mit Federhöschen. (Die Rechnung ist nicht von mir, sondern ein Zitat.)

Herausgekommen ist ein ganz grausiger Beratungsstellencomic* für Bildungsbürger*innen, Katzen- und Vogelfreund*innen (vorzugsweise in Personalunion), der einmal wieder den Beweis für das Therorem liefert, dass gut gemeint das Gegenteil von gut gemacht ist.

Margaret Atwood hätte den Nobelpreis längst verdient. Aber das da? Nicht lesen. Ist leider Zeitverschwendung. Bis ich die paar Stellen gefunden hatte, in denen lustige Wortspiele und historisch-literarische Anspielungen vorkommen, war ich von diesem mediokren Werk nur noch frustriert.

* Keine Ahnung, ob es dieses Genre gibt. Ich meine damit diese Art Broschüren, die in vermeintlich jugendgerechter Form zur Zahnpflege oder der Benutzung von Kondomen auffordern. Mit Merksätzen.

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