Noch ziemlich neu im Kino: “Project Hail Mary”

Es ist wie schon bei “The Martian” – Weirs Bücher kann man einfach vom Blatt weg verfilmen. Die Rolle des Weltraumtausendsassas hat Ryan Gosling von Matt Damon übernommen und macht das sehr nett. Sandra Hüller hatte für ihr Englisch einen sehr guten Sprachcoach und singt sogar Karaoke und auch das gut und ist die passende Besetzung für eine Frau, die die Rettung der Welt organisiert. Der Soundtrack ist eher so na ja, die Filmmusik viieel zu dick aufgetragen und eher störend, wo einen doch im All keiner schreien, also auch nicht streichen und blasen und sonstigen Orchesterkrach machen hören sollte.

Dafür kann aber der Film nix, die Bilder sind gut, die Rocky-Puppe toll, alles sehr unterhaltsam und man kann sich einen Samstagnachmittag viel schlimmer vertreiben. Anschauen.

Anmerkung #1: Etwas irritierend fand ich die Übersetzungen in den Untertiteln: “You gotta be kidding me” wurde zu “Verarsch mich nicht” und “Holy fuck” einmal zu “Heiliges Kanonenrohr” und ein anderes Mal zu “Verdammter Bohnenmist”. Hätte ich anders gelöst.

Anmerkung #2: Außerdem sehe ich als Mensch ohne Fernseher und mit gutem Adblocker so gut wie nie mehr Werbung und fand es ganz und gar abscheulich, welche dummen KI-Spots es inzwischen gibt. Ich glaube, die kann man nur ansehen, wenn man sie als Rätsel betrachtet und versucht herauszufinden, wie der Prompt gelautet haben könnte.

Schon lange nicht mehr im Fernsehen: “Sherlock”

Da schau her. Ist die Serie auch schon wieder ein Vierteljahrhundert alt. Wie die Zeit vergeht.

Ich habe mir alle vier Staffeln noch einmal angeschaut und selbst die schwächsten Folgen sind viel viel besser als vieles, was in der letzten Zeit so zusammengedreht wurde.

Wer intelligente Unterhaltung, gute Drehbücher, eine auch 25 Jahre später noch spannende Kameraführung, eine großartige Besetzung (Casting-Oscar, ich sag’s ja) mit ausnahmslos sehr guten Schauspielern und Innen sucht, der ist hier genau richtig.

Anschauen! Anschauen! Anschauen!