Zur Zeit gibt es in San Bruno keine einzige Straße, die nicht in der Mitte aufgebuddelt ist und wo nicht ein paar Mitarbeiter von PG&E mit ernstem Gesichtsausdruck in die Gräben blicken (meist flankiert von schnauzbärtigen Overallträgern mexikanischer Herkunft mit Schaufel über der Schulter).
Kaum fliegt eine Gasleitung mit massiven Personen- und Sachschäden in die Luft, schon inspiziert man das Leitungsnetz. Noch immer ist nicht genau bekannt, was eigentlich zu der Explosion geführt hat (PG&E läßt sich jede Auskunft erst auf dem Klageweg entreißen) und auch aktuell weiß keiner so recht, ob es sich um Routinekontrollen, Aktionismus oder begründeten Korrosionsverdacht handelt. Ich bin abends schon immer ganz zufrieden, wenn ich das Licht einschalte und mir das Häuschen nicht um die Ohren fliegt. Die ersten 20 Betroffenen haben Sammelklage eingereicht – die sollen von mir aus diesen verantwortungslosen Verein in Grund und Boden klagen.