Vorhin im Literaturhaus: “Mr. Loverman” – Ein Abend mit Bernardine Evaristo

Mir hätte es lässig gereicht, einfach nur Ms. Evaristo lesen zu hören. In dem musikalischen Island-Singsang (“Island” hier so ausgesprochen zu denken wie weiland in Herrn Belafontes Lied vom “Island in the Sun”), der ihrem seit 50 Jahren verheirateten alten schwulen sexistischen karibisch-stämmigen Londoner Antihelden soviel Leben einhauchte.

Stattdessen musste man viel zu viel und viel zu lang den sehr selbstverliebten Moderator Tobias Döring und seinen entsetzlich präsenten Zustimmungslaute-Sound ertragen, der einen unwillkürlich an einen gerade mal noch geduldeten furzenden alten Hund unter dem Sofa denken ließ.

Gegen den den ins Deutsche übersetzten Text lesenden Stefan Merki will ich nichts gesagt haben. Der hat seine Sache sehr gut gemacht. Aber noch schöner wäre eben einfach nur Ms. Evaristos O-Ton gewesen…

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