“Isch hab extra Jungs* geholt”, verkündet die Hunsrücker Kollegin berstend vor Stolz. In einem Unternehmen, wo auf fünf Männer eine Frau kommt und das auch nur im Sommer, wenn Praktikantinnen in den Semesterferien den Frauenanteil in die Höhe treiben, scheint mir das eher unnötig und ich bringe das auch zum Ausdruck. Das habe, werde ich belehrt, schon seine Richtigkeit, denn so nenne man die länglichen Brödscher für die Broodwerschtscher (gibts in den Varianten Bratwurst (weißes Brät), Rindswurst (rote lange Dinger) und vegetarisch, weil wir so divers sind).
Meine Frage, ob man dann Bagels dortzulande wohl Määdsche nenne, wird als unangemessen zurückwiesen. Bagels gebe es hier doch gar nicht. Mensch!
* Die “Jungs” heißen Jungs, weil der Bäcker Jung sie bäckt. Hätte man auch mal selber draufkommen können.