Kurz vor Konzertbeginn erklimmt ein zartes Persönchen die Bühne und hantiert mit einem Notenständer, der sich recht widerporstig gibt, bis er endlich steht, wie sie das gerne will (sowas sieht, egal bei wem, immer ebenso liebenswert unbeholfen aus wie der Versuch, einen dieser alten Liegestühle aufzustellen). Ein paar Minuten später zieht Laura Jurd an der Spitze ihrer Formation Dinosaur ein – Elliot Galvin (synths), Conor Chaplin (el-b), Silvan Strauß (dr) – und ich nehme hiermit das “Persönchen” zurück. Von wegen.
Diese noch sehr junge Frau bläst eine derart schmutzige Trompete, Hut ab! Und weil das alleine nicht reicht, spielt sie ganz häufig mit der anderen Hand dazu noch Synthesizer. Außerdem singt dieses Multitalent und selbstverständlich hat sie sämtliche Stücke selbst komponiert und arrangiert. Und ist noch keine dreißig.
Es ist schon etwas sehr Besonderes, wenn man so eine Ausnahmebegabung in echt erleben darf. (Für nicht Dabeigewesene besser als nix: https://laurajurd.com/media/)