Eigentlich, so wußte ein Forscherteam heute früh auf NPR zu berichten, sei es schon ganz erstaunlich, wie die kalifornischen Bäume mit der Dürre umgingen. Sie stellten sich ihr nämlich einfach, wurzelten tiefer, um doch noch irgendwie an ein paar Tropfen Grundwasser zu gelangen, trieben viel mehr Blüten als in feuchten Jahren und versähen diese mit noch viel intensiverem Duft als sonst, auf daß ja kein Bienchen sich nicht am Stempel riebe und wenn’s dann zur Fruchtbildung komme, sei das Obst halt etwas kleiner, dafür aber geschmackreicher und voll mit Antioxidantien. Kurz gesagt: “Our trees took up the fight and now they’re hanging in there.” (Sind ja auch amerikanische Bäume; sinngemäß übersetzt: echte Kämpfer mit Stehvermögen.) Vielleicht könne man daraus für die Zukunft lernen und nicht mehr alle verfügbaren Wasserquellen bis zur Neige ausschöpfen, sondern sich auf das klassische Dryland-Farming besinnen, das heißt dem trockenen Boden gemäß. Bin gespannt, ob sie sich nach dem ersten Regen an diesen Einfall erinnern.
Surprise, surprise… Man nenne mich Trendsetter: ich gieße meinen Garten hinterm Haus schon seit drei Jahren nicht mehr und fahre jedes Dürrejahr immer noch reichere Ernten ein.