Zufrieden läßt Frau Sedelmair von Studentenarbeitsamtfachabteilung “Nikolaus” den Blick über die vor ihr in Reih und Glied stehenden rotgewandeten Kandidaten gleiten: “Sehr fesch seh’n mir aus, meine Herren. [Nach einer kurzen Pause] Und Damen. Fast wie eine “Rote Flut”. Hihi. Aber so was wollen wir hier ja eigentlich gar nicht. Deswegen vergessen mir das jetzt auch wieder, gell? Soooo. Was fehlt? Genau. Jeder nimmt sich jetzt noch einen Bart von dem Stapel dahinten. Die hamma extra frisch reinigen lassen. Und ich will die genauso weiß und flauschig wie sie jetzt sind nach dem 6. Dezember wieder zurück. Genauso! Verstanden?” [Aus der Klausmenge hört man gebrummelte Wortfetzen: “Platzerl”, “Klebrige Kinderhände”, “Lebkuchen”, “Glühwein” und dergleichen.]
Aber nicht mit Frau Sedelmair. “Genauso sauber, wie sie jetzt sind. Keine Widerrede! [Halblaut:] “Wär’ ja noch schöner, wenn die jedes Jahr gereinigt werden müßten. Das macht mir doch die ganze Marge kaputt.” [Wieder an die Gruppe gewandt:] “Gemma, gemma, meine Herren. … Und Damen. Jeder einen. Und schön sauber wieder abgeben. [Kleine Pause, als müßte sie sich einer Floskel besinnen. Aufatmen, weil es ihr wieder einfällt.] Frohes Fest!”