Gelesen: Rob Edwards (Autor), Sean Damien Hill & Alex Paterson (Artist), Nikolas Draper-Ivey (Cover) – “Defiant: The Story of Robert Smalls” (Vol. 1)

Legion M, das erste Filmstudio, das „Fans die Möglichkeit bietet, in die Produktion neuer Filme, Fernsehsendungen, Virtual-Reality-Inhalte und anderer Unterhaltungsinhalte zu investieren und daran mitzuwirken“ hat auch die Kickstarter-Kampagne für die Finanzierung dieses Comics finanziert, auf dass die Geschichte von Robert Smalls endlich den Bekanntheitsgrad bekomme, der ihr zusteht.

Ja, stimmt, diese wahre Geschichte sucht ihresgleichen. Robert Smalls, ist ein Sklavenjunge, den sein Besitzer aufzieht wie einen Sohn. Das macht ihn zum “Quasi-Sklaven”, also jemanden, der im Herrenhaus verkehrt, erzogen wird wie ein “rich white boy”, aber keinen Moment vergessen darf und soll, dass ihm dieses Privileg jederzeit entzogen werden kann. Weil aber der kleine Robert gut aufgepasst hat, eckt er nun auf der Plantage überall an, bis ihn sein Besitzer als Hotelpage in die nächste Stadt vermietet. Dort nimmt er alle Jobs an, die sich ihm bieten und steigt auch auf dem Boot, auf dem er seinen inzwischen sechsten oder siebten Job arbeitet, bald auf. So weit, dass er auf die Idee kommt, der Sklaverei entkommen zu wollen und dabei die Familie und seine Freunde mitzunehmen. Es gelingt ihm ein wunderschöner Coup, bei dem er ein Schiff der Konförderierten Armee kapert und mit seiner ganzen Waffenladung ins Lager der Unionisten überführt. Später, aber das wird erst in den nächsten Bänden erzählt werden, steigt er zum Admiral in der Union-Navy auf und noch später wird er Senator und ist an wichtigen Gesetzgebungsverfahren beteiligt.

Alles wirklich wahr und genauso geschehen und weder hier bei uns, was jetzt nicht so verwunderlich ist, noch in Amerika bekannt. Die Menschen der Legion M tun also ein gutes Werk. Da darf man ihnen nachsehen, dass es sich nicht um eine Graphic Novel, sondern eine bebilderte Geschichte handelt, die hoffentlich in dieser Form noch ein paar Leser mehr anlockt, als ein Buch mit nur Buchstaben.

Kann man lesen. Danke an Herrn M. aus M. fürs Leihen.

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