Jam Sessions sind, wie ich schon mehrfach geschrieben habe, immer wie Herrn Gumps Mamas (wann hat man schon mal die Chance für einen doppelten Genitiv?) Pralinenschachtel: “man weiß nie, was man kriegt”. Außer, man ist der Musikbeauftragte, dann ist man Insider und weiß, dass Gastgeber Waldenfels sich zu seiner Band auch die dem Musikbeauftragten wohlbekannte Sängerin und Pianistin Alex Cumfe eingeladen hat.
Den ersten Teil des Abends bestreitet immer der Gastgeber mit seiner Truppe und dieses Set hat mir gestern große Freude bereitet und hätte gerne auch noch ein wenig länger dauern dürfen – vor allem, weil im allgemeinen selten Raum für Gesang ist und Alex wirklich schön singt. Sie ist auch bei der Jam Session am 22. Februar wieder dabei… wir haben schon Karten reserviert und falls wer mitgehen möchte, bestelle er oder sie doch ebenfalls und lasse sich an unseren Tisch dazusetzen (Reservierung ist auf meinen Namen).
In der zweiten Bühne-frei-für-alle-Hälfte trat die übliche Mischung zwischen sehr fortgeschrittenen Könnern, pars pro toto ein sagenhafter Klarinettist, ein großartiger Allround-Unterhalter am Schlagzeug und ein gegen jedes Vorurteil richtig guter weizengefütterter Redneckbub mit Käppi an der E-Gitarre auf. Außerdem ambitionierter Wir-lernens-gerade-Nachwuchs. Und dann war da noch der Junge mit der Melodica, ein Bernd-Clüver-Widergänger (fragt Oma), der sich nie so ganz in die Nähe eines Mikros traute, aber, wenn er denn mal zu hören war, sehr hübsche Musik spielte.
Sehr feine Pralinenschachtel dieses Mal.