
Wir haben hier ein neues Unwort, und wer’s öffentlich ausspricht, wird sofort sofort in die Schublade “one of ’em bleedin’ heart liberals”* gesteckt. Es hat weder mit Sex noch mit Politik oder anderen unaussprechlichen Themen zu tun, sondern mit Meteorologie. Also genau der Art Wetter, die ich ständig bejuble. Schöne konstante Tagestemperaturen von 25°C, immer sonnig und das im Januar. Oder an Weihnachten. Das, so die Unwortaussprecher ist gar nicht gut. Das bedeutet “drought” (Dürre). Ich bin vollkommen ihrer Meinung. Wir haben mitten im Januar höchste Waldbrandstufe, die Wiese in meinem Garten ist von zentimeterbreiten Rissen durchzogen und wenn ich von einem Rosenstrauch eine Hagebutte abzupfe, stehe ich in einer Staubwolke.
Trotzdem. Mir reichen drei Jahreszeiten unter Auslassung des Winters.
PS: Die Bilder sind von heute Nachmittag aus meinem Garten. Leider sind die Blüten rechts wegen eines Windhauchs ein wenig verwackelt.
* Als Liberaler gilt man in Amerika, wenn man ein ganz kleines bißchen links von den Demokraten steht und an Dinge wie Erderwärmung oder Ozonloch glaubt. Damit ist man in der hiesigen Weltsicht eigentlich schon Kommunist.