Game Day

“Beautiful day, today. It’s Game Day – and I got tickets. Heute ziehen wir den Padres* die Hosen stramm” freut sich ein Kollege und macht eine Stunde früher Schluß, damit er ja rechtzeitig zu Spielbeginn im AT&T-Park in der City ist. Die restliche Giants-Fan-Base von der Peninsula hat offensichtlich gewartet, bis ich Feierabend mache und stopft mir jetzt den Heimwegshighway voll. An jedem 2. Fahrzeug flattern Wimpel, aus den Fenstern hängen Schals und/oder junge Mädels in tiefausgeschnittenen Fanhemderlen und allüberall grölt es “Go Giants” und man hupt einander in aufsteigenden Kadenzen zu. An Radio hören ist bei dem Rundrumlärm nicht einmal zu denken, noch weniger an die Komposition eines Blogposts über das himmlische Abendrötenfarbspektakel. Es langt noch nicht einmal zu einer Bauernregel, weil ich wieder aufpassen muß wie ein Haftlmacher, daß die mir in ihrem Fanüberschwang nicht auch zu nahe kommen (sie bringen es auf einer Fünfmeilenstrecke auf drei Auffahrunfälle und entsprechenden Rückstau, weil sie für jeden Unfall mindestens zwei Spuren blockieren). Go Giants! Besser noch: Go away Giants!

Was erwartet euch denn, wenn ihr irgendwann mal ankommt? Überfüllte Parkplätze, Schlangestehen am Eingang, eine von Garlic Fries und Hotdogs** geschwängerte Luft und komisch kostümierte Männer, die spucken und ab und zu mit einem Stock auf den Ball schlagen. Männer die mit Bällen spielen. Das ist doch wirklich kein Grund, daß ich zum zweiten Mal in dieser Woche eineinhalb Stunden länger nach Hause brauche als sonst. Dammit!

Hoffentlich haben die bald Sommerpause.

*Diese Padres kommen aus San Diego und spielen Baseball.

**Stadion-Hotdogs haben hierzulande den Ruf, aus “lips and assholes” hergestellt zu sein. Und so riechen sie auch.

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