Kopfschuss

Kein Ding. Sollte man meinen. Schnell ein paar headshots (so heißen hierzulande Porträtphotos – nicht vergessen, das war neulich noch der Wilde Westen). Lächeln. Knipsen. Noch mal lächeln. Noch mal knipsen. Und noch einmal. Fertig. Von wegen. Nicht, wenn meine Palo Altaner Bekannte involviert ist.

“Look at me and smile.” Nein. Das geht nicht. Sie hält den Kopf schief und legt ein vielzahniges breites Lachen auf. Der Photograph bleibt gaaanz ruhig und wiederholt zum x-ten Mal, sie möge ihn doch direkt ansehen und lächeln. Nein. Sie hält den Kopf schief und das vielzahnige Krampflachen bleibt ihr ins Gesicht betoniert. Der Photograph, inzwischen milde genervt, wiederholt: “Eyes and head straight. Look at me. Just Smile. No Teeth. Please.”

Ich bin fast umgefallen, als sie mir hinterher zuflüsterte, warum der Kopf schiefergelegt werden musste. (Es ist nicht ein Blick-gerade-aus-Bild gelungen.) Sie habe “issues”. “What?” “Double chin issues.”

Vanitas vanitatum, omnia vanitas!

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