Vor wenigen Jahren noch hätte ich mit einem Konzert wie diesem nicht viel anfangen können. Inzwischen kann ich. Weil nämlich Zuhören auch eine erlernte Fähigkeit ist und ich inzwischen zu schätzen weiß, was für eine Ausnahmeband Ausnahmeschlagzeuger Dan Weiss mit Starebaby (Ben Monder (g), Matt Mitchell (p, prophet 6, modular synthesizers) und Trevor Dunn (eb)) zusammengestellt hat.
Das Genre beschreibt man am besten mit “außergewöhnlich”. Metal meets Jazz meets Pogrock und macht dann sein ganz eigenes Ding. Dass diese Musik nicht unbedingt den Massengeschmack trifft, war schon daran zu sehen, dass die Unterfahrt äußerst luftig besetzt war, von wenigen enthusiastischen Studenten der Musikhochschule abgesehen mit Unterfahrtveteranen* (gut über 60 und älter) und nur ganz wenigen Frauen. Die, die da waren, haben ein Ausnahmekonzert erleben dürfen.
* Wann erlebt man schon einmal, dass sich auf die Frage, wer denn hier schon 20 Jahren herkomme, ein Drittel der Anwesenden melden?