Wenn ich das Büro abends verlasse, ist es nicht mehr stockdunkelfinstere Nacht, sondern noch so hell, daß man in den Vorgärten die jungen gilbigen Dürrräudeflecken wahrnimmt. Zu meiner Linken (Westen, Pazifik) gibt die einfallende Dämmerung eine Lightshow in abfallenden Rottönen und hintergrundbeleuchtet auf der Fahrt die Scherenschnittwälder auf den Hügeln, bis sie sich in diffusem Grau auflösen. Eine nadeldünne Mondsichel liegt rittlings am Himmel und trägt wie ein Körbchen über sich schon den schimmernden Vollmondhenkel. Unter den Magnolienbäumen türmen sich verwelkte Blüten, die Hälfte der Kollegen (Amerikaner und zugereiste Konvertiten) niesen sich fast die Nasen ab und stöhnen schneuzend von “allergies”* und der Radiowettermann hat “”positively no rain” für die nächste Zeit versprochen.
Ich kombiniere mal, frei nach Nick Knatterton: Spring is in the Air! Bissele wärmer darfs noch werden, aber ansonsten ist da schon sehr viel Schönes dran.
*Allergien zu haben gehört hier zum guten Ton, wer nix hat und nicht allzeit seine EpiPen griffbereit, mit dem stimmt was nicht.