Vorfreude

November 20th, 2017

Manchmal kriegt man sich ja vor lauter Vorfreude gar nicht mehr ein. Manchmal aber doch.

Ich glaube, ich werde auch künftig ein Leben aushalten, ohne dass sich je der Vorhang lüpft und Helvetic Payroll auf die Bühne hüpft. Doch, das geht.

lüpfen

Gastbeitrag (von einem echten Sabinenversteher)

November 19th, 2017

Haben Sie Dank, Herr M. aus K.

untersommert

Lob der Achtsamkeit

November 19th, 2017

Nur im Sitzen ist es auf Augenhöhe wahrnehmbar, das “Danke” in schmutzweißer Schrift auf dem briefkastenschildchengroßen hellgrauen Aufkleber auf den dunklergrauen Fliesen im Haus von Freunden – direkt gegenüber der Toilette.

Shopping Season

November 17th, 2017

Dass die Hiesigen mit Cyber-Monday-Klamotten, -Lebensmitteln und was sonst auch immer wg. Cyber Günstigzeuch nerven – geschenkt. Aber dass gerade jeder Gastheimatonlinehändler, bei dem ich je mal was gekauft bzw. der je mal meine e-mail-Adresse gekauft hat, mir seine geradezu un-glaub-lich-en Black Friday-Sonderangebote anträgt, das nervt. So oft kann ich meinen Spamfolder gar nicht leeren, wie ihr mir den vollmüllt, Herrschaften. Und dass demnächst Thanksgiving ist, habe ich wie jeder andere Skype-Nutzer doch eh am Dancing-Turkey-Emoji gemerkt.

Laßt’s mir doch alle mei Ruah, zefix, mr kaufet nix.

Dann doch besser nahtlos durch die Nacht

November 17th, 2017

Es ist schon nett, wenn Synapsen fehlfeuern. So wie heute bei dem Kollegen, der recht entnervt mitteilte, es hinge ihm “aber sowas von aus allen Nähten”.

Paradox

November 16th, 2017

…ist es schon, wenn eine bekennende Atheistin fast platzend vor mütterlichem Stolz erzählt, dass ihr kleiner Sohn in seiner ersten “Reli-Ex” einen glatten Einser geschafft hat: weil er nämlich das Vaterunser auswendig aufsagen kann. Egal, ab welcher Zeile die Lehrerin den Einsatz gibt.

Der geht im übrigen in eine ganz normale staatliche bayerische Schule, so eine, in der in jedem Klassenzimmer nach wie vor ein Kruzifix hängt. Scheint, als stelle sich damit der Gebetsauswendiglernerfolg quasi osmotisch ein.

Konzert in der Unterfahrt: ABRAHAM INC. feat. David Krakauer, Fred Wesley & SoCALLED

November 15th, 2017

Die Konzertkurzbeschreibung verhieß “Funk meets Klezmer” und das haben wir bekommen und so viel mehr: einen Abend mit ganz Großen. Fred Wesley, zum Beispiel, altersmäßig knapp vor dem Methusalemstadium, die Knochen schon sehr müde, aber an der Trombone (das ist einfach ein schöneres Wort als Posaune) ein Gott und dazu Godfather seiner Bläserbande Gary Winters (tp) und Brandon Wright (ts). Josh Dolgin, Künstlername: Socalled, Hip-Hopper, aber auch Keyboard-König, Rapper und Sampler und kongenialer Mit- und Gegenspieler der Rapperin Taron Benson, die aussieht wie eine jüngere und wildere Kusine Whopie Goldbergs, allerdings mit einem Mundwerk in ungefähr der Größe 3 x Whopie. Weiters zwei Gitarren, Baß, Schlagzeug.

Und natürlich Mr. David Krakauer, Klarinettist, Sänger, eitel wie drei Göckel und so gut, dass man es ihm sofort verzeiht. Mr. Krakauer ist Kanadier und gar nicht einverstanden mit dem Herrn, den sich die Amerikaner als Führer der westlichen Welt gewählt haben. Es sei ein bißchen wie mit wie Voldemort, also dem, dessen Name nicht genannt werden soll. Darum heißt der Mann mit dem blonden Mopp aufm Kopp bandintern auch nur “45”. (Für die, die nicht das amerikanische Schulsystem durchlaufen und Präsidenten auswendig gelernt haben: das ist seine fortlaufende Nummer.)

Es war das bisher politischste Konzert, das ich in der Unterfahrt erlebt habe und jeder hat natürlich gerne beim Trump-Bashing mitgemacht. Oh, well. Truck Fonald Dump. Die Band trug aber auch eine sehr bewegende Nummer zum Nazi-Anschlag in Charlottesville vor und feierte gemeinsam mit dem sehr enthusiastischen Publikum eine “Mazel-Tov-Cocktail-Party” (s. http://bit.ly/2js8jIf). Was der Erfinderin im übrigen Krakauers vergiftetes Lob eintrug: “Wow! Being racist and anti-semite in one sentence and not even noticing it…”

Die Musiker waren großartig, die Stimmung im überausverkauften Haus auch; ich habe nur für mich gemerkt, dass Funk alleine doch schnell langweilig werden kann. Jedoch in der Kombination mit Rap und Hip Hop und Klezmer allem, was ihnen sonst noch so einfiel: kein bißchen. Toll wars. Danke.

Aus der Reihe: Filme, die wir nie sehen wollten und die trotzdem irgendwer irgendwann gedreht hat

November 15th, 2017

Movie - The Manster

Angriff der Killerviktualien

November 14th, 2017

Neulich las ich in einem Zeitungsbericht über einen achtzehnjährigen Jungstar, die sich beim Teilen einer Avocado in die Hand geschnitten hatte. Diese Wunde wurde vom (sehr wahrscheinlich weit) über achtzehnjährigen Autor des Artikels tendenziell abfällig als “typische Millennial-Verletzung” klassifiziert.

Nimm dies, Artikel-Autor: Soeben das allerletzte Unagi-Sushi in die letzten Tropfen Soja-Wasabi-Mix gestippt und – ah! – ein Stäbchenspreißel – mitten in der Lebenslinie. Und das Krasseste: Das ist mir echt selber passiert. Heute Mittag. Isch schwör! Und ich bin mindestens eine Doppio-Millenniala. Hah! Wie nennen wir so ein Verwundung jetzt bloß, Herr Autor?

Manchmal möchte ich meine Sorgen haben.

Soul Food

November 13th, 2017

Wir sind ja ein toleranter Arbeitgeber und beschäftigen bei gleicher Qualifikation auch Menschen mit Migrationshintergrund, selbst aus dem Niederrheinland. Und wie das immer so ist, bringen Menschen aus ihrer Heimat auch typische Speisen & Gebräuche mit. Find ich gut. Und wäre ja eigentlich auch bei diesem Kollegen nicht schlecht; mit einem Dönerstag (in meinem Fall Falafel) könnt ich sogar leben. Aber Mettwoch?

christel-mett1

Mettwoch geht gar nicht.